24.05.2010 – Jeder fünfte Bundesbürger erkennt das Risiko, jederzeit selbst zum Pflegefall zu werden. Das belegt die Studie »Kundenkompass Pflege« des F.A.Z.-Instituts in Zusammenarbeit mit AXA. Die Studie beleuchtet Fragen der Pflegeabsicherung in Deutschland und zeigt, dass die Problematik im Bewusstsein der Bevölkerung angekommen ist – allerdings nur vordergründig. Ängste, Belastungen und Hilfsansprüche der Bürger sind groß, wenn sie mit dem Thema konfrontiert sind. Doch die wenigsten sorgen ausreichend vor.
Jeder Dritte hat bereits einen anderen Menschen gepflegt
2,25 Millionen Frauen und Männer in Deutschland sind pflegebedürftig. Entsprechend viele, rund sieben von zehn Bürgern, kennen Pflegesituationen aus dem Verwandten- und Bekanntenkreis. Fast jeder dritte Bürger hat schon selbst jemanden gepflegt oder tut es gegenwärtig. Damit ist die Zukunftsaufgabe Pflege in der Gesellschaft angekommen. Dabei pflegen Frauen fast doppelt so häufig wie Männer (39% gegenüber 22%).
Risikobewusstsein nur vordergründig vorhanden
Die Absicherung für den Pflegefall ist aktuell das wichtigste Vorsorgeziel der Deutschen. 89% halten es für wichtig oder sehr wichtig. Insgesamt zeigt sich jedoch, dass das Risikobewusstsein nur vordergründig vorhanden ist und oft noch nicht zum Handeln führt: 38% denken ernsthaft über eine private Pflegezusatzversicherung für sich nach. Jedoch nicht einmal jeder Zehnte hat eine entsprechende private Absicherung bereits abgeschlossen. Für jeweils knapp zwei Drittel der Bürger beschränkt sich die Vorsorge auf den Vermögensaufbau, das Wohnen in der Nähe von Verwandten oder Freunden und die Patientenverfügung.
Rat in Pflegefragen und Unterstützung im Pflegefall:
Ältere verlassen sich weniger auf Verwandte und Freunde
Ärzte, Versicherungen und Pflegestützpunkte werden als erste Anlaufstelle bei Pflegefragen genannt – erst dann folgen Verwandte und Bekannte. Während Bürger unter 30 Jahren noch am stärksten auf den Rat von Angehörigen und Freunden vertrauen, lässt diese Einschätzung mit zunehmendem Alter deutlich nach (82% gegenüber 44% in der Altersgruppe ab 66 Jahren). Unter Ruheständlern zeigt sich das deutlich nachlassende Vertrauen auch in Bezug auf die praktische Unterstützung bei der Pflege: Die Mehrheit der Bürger ab 66 Jahren (56%) wünscht sich die Betreuung durch einen ambulanten Pflegedienst.
Pflege überfordert Angehörige – finanziell, körperlich und psychisch
Pflege ist ein Thema, das mit vielen Ängsten verbunden ist: 70% der Befragten sehen die enormen finanziellen Einschränkungen infolge hoher Pflegekosten als größtes Problem an. Diese Sorge ist bei der mittleren Generation, besonders bei unterhaltspflichtigen Eltern, sehr hoch. 80% der 30- bis 49-Jährigen befürchten finanzielle Einschränkungen. Diese Ängste bestätigen die Einschätzungen der Pflegenden unter den Befragten. Jedoch betonen diese neben der finanziellen Belastung vor allem auch die körperlichen und psychischen Risiken.
Umfassende Hilfsansprüche – von der Haushaltshilfe bis zum Stressmanagement
Die Erwartungen der Befragten an die Pflegeversicherer unterstreichen, wie umfassend die Hilfsansprüche bei Eintritt eines Pflegefalls sind. Neben finanzieller Unterstützung wünschen sich die Bürger Hilfe bei der Vermittlung von Pflegediensten (73%) und Haushaltshilfen (72%), bei der Suche eines Pflegeplatzes (67%) und bezüglich des Services »Essen auf Rädern« (62%). Konfrontiert mit dem Bürokratie-Dschungel erwarten sie außerdem telefonische Beratung zu Pflegefragen (62%). Für die Mehrheit der Befragten ist nicht zuletzt fachlicher Rat beim Stressmanagement wünschenswert.
Bedarfsorientierte Lösungen zur Absicherung und Prävention des Pflegefalls
Die neuen Produkte der AXA Krankenversicherung sind optimal auf diesen Bedarf abgestimmt. Pflegevorsorge Flex bietet individuelle und bezahlbare Absicherung für den Pflegefall. Pflegevorsorge FamilyFit sichert Familien generationenübergreifend ab und enthält darüber hinaus exklusive Präventions- und Service-Leistungen. Aktive Unterstützung nach Eintritt eines Pflegefalls bietet Pflegevorsorge Akut, z. B. durch die Vermittlung eines Pflegeheimplatzes innerhalb von 24 Stunden (Quelle: AXA).