18.07.2010 – Das Thema Inflation ist momentan wieder in aller Munde. Darunter versteht man Kaufkraftverlust oder fortschreitende Geldentwertung. Helmut Schlesinger, ehemaliger Präsident der Deutschen Bundesbank, definierte einmal: »Inflation ist in den meisten Fällen eine subtile Form der entschädigungslosen Enteignung derjenigen, die Geldvermögen besitzen.«
Seit den 1970er Jahren beträgt die Inflationsrate in der Bundesrepublik Deutschland durchschnittlich rund 3% (Quelle: Statistisches Bundesamt), wobei die »gefühlte Inflation« deutlich höher liegt. Im Folgenden soll nun nachgerechnet werden, ob mit der gleichen Steigerung der Sparrate in Sparplänen der Inflation angemessen entgegen gewirkt werden kann. Unabhängig davon erachten wir die Dynamisierung von Sparplänen für eine absolute Notwendigkeit, denn dadurch wird alleine schon aufgrund von Gehalts- und Einkommenssteigerungen die Sparquote gleich hoch gehalten.
Das Rechenbeispiel
Ein Sparer investiert 35 Jahre monatlich 130 € in eine fondsgebundene Anlage, die sich unter der Renditeannahme von 6% eff. entwickeln soll. Einfachheitshalber werden Steuern und Kosten nicht berücksichtigt.