Ruhestandsplanung
Soziale Sicherungssysteme vor dem Kollaps
Bernd W. Klöckner, Unternehmensberater, Trainer, Coach und erfolgreicher Wirtschaftsfachautor, schreibt in seinem Buch Die Rentenlüge – Entkommen Sie der Armutsfalle aus den Jahr 2005:
»Mittlerweile wissen wir, dass mit der zunehmenden Alterung der Gesellschaft ein Kollaps der sozialen Sicherungssysteme immer wahrscheinlicher wird. Vielen von uns droht somit ein Alter in Armut. Deshalb müssen wir mehr denn je in Sachen Alters- und Rentenvorsorge die Verantwortung übernehmen. Wer hier noch denkt: ›Der Staat wird mich schon nicht verhungern lassen‹, ›So schlimm wird es wohl nicht kommen‹ oder ›Das sind Einzelfälle‹, wägt sich in trügerischer, geradezu gefährlicher Sicherheit.«
Rechtsanwalt Joachim Steinhöfel sagte in der ARD-Talksendung Anne Will vom 03.05.2009 folgendes zum Thema gesetzliches Rentensystem:
»Jedermann weiß, der sich mit dem Thema ein bisschen beschäftigt, dass wir in 20 bis 40 Jahren etwa einen Beitragszahler pro Rentner haben. Da braucht man kein großer Mathematiker zu sein, um zu erkennen, dass das System zwingend kollabieren muss. Ich persönlich bin nicht drin [im Rentensystem, Anm. d. Red.] und ich zünde jeden Tag eine Kerze an, dass das der Fall ist.«
Im Jahr 1986 warb er mit dem Wahlkampfslogan: »Denn eins ist sicher: die Rente.« Jetzt sagt der ehemalige Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung, Norbert Blüm, über die aktuelle Rentendiskussion:
»Auf eine Maschine, bei der jährlich die Ersatzteile ausgetauscht werden müssen, würde ich mich nicht verlassen.«
»Sparen ist die richtige Mitte zwischen
Geiz und Verschwendung.«
Theodor Heuss (1884-1963), erster deutscher Bundespräsident
Checkliste für die individuelle Versorgungssituation
Diese Problematik in der gesetzlichen Versorgung lässt sich mit einer individuellen Strategie unter Berücksichtigung persönlicher Zielsetzungen und Wünsche lösen – für Ihre finanzielle Unabhängigkeit auch im Alter!
Wann haben Sie das letzte Mal Ihre individuelle Versorgungssituation unter folgenden Gesichtspunkten geprüft?
- Inflation bis zum Rentenbeginn
- Inflation in der Rentenbezugszeit
- Verlust der Arbeitskraft durch Krankheit oder Unfall
- Pflegefallrisiko, auch von Familienmitgliedern (z.B. Eltern)
- Rentenabschläge bei frühzeitigem Rentenbeginn (»Rente mit 67«)
- Hinterbliebenensituation bei vorzeitigem Ableben
Eigeninitiative ist wichtiger denn je. Zuviel gespart hat noch keiner!
